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Entweder Bio-Weihnachtsbaum oder Weihnachtsbaum mieten

Was ist das Problem:

Der größte Teil der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume stammt aus Intensivplantagen beispielsweise aus dem Sauerland, Schleswig-Holstein oder bei Importware aus Dänemark. Viele der 25 bis knapp 30 Millionen der jährlich in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume haben bereits hunderte bis über tausend Straßenkilometer hinter sich, wenn sie zum Verkauf bereit stehen. Diese unnötigen, weiten Transportwege tragen zu höheren Schadstoffbelastungen bei und sind schlecht für Klima, Mensch und Umwelt. Zudem hat der Bund Naturschutz Ende 2017 eine Stichprobe von 17 Weihnachtsbäumen von einem unabhängigen Labor auf Pestizid-Rückstände untersuchen lassen. Dabei wurde das Labor bei 13 der 17 Bäume fündig. Mehr als die Hälfte der getesteten Bäume war mit mindestens zwei Wirkstoffen belastet, ein Baum enthielt sogar Rückstände von vier Pestiziden. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von denen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden. Im Gegensatz zum konventionellen Anbau sind im biologischen Anbau keine synthetischen Pflanzenschutzmittel zugelassen.

Ein weiteres Problem sieht der BUND Naturschutz in Bayern (BN) darin, dass viele landwirtschaftliche Flächen für die Erzeugung von Nahrungsmitteln verloren gehen, weil auf ca. 50.000 Hektar Weihnachtsbaumplantagen wachsen. Teilweise werden sogar Wälder gerodet und das Landschaftsbild wird beeinträchtigt.

Lösungsvorschlag 1: Der Bio-Weihnachtsbaum aus der Region!

Wir empfehlen deshalb beim Kauf des Weihnachtsbaums auf eine regionale Herkunft und auf eine umweltgerechte Produktion ohne Gifte und Kunstdünger zu achten. Am umweltschonendsten erzeugt sind heimische Nadelbäume aus den hiesigen Wäldern, die u.a. auch im Rahmen der regulären Waldpflege anfallen oder auf Leitungstrassen wachsen. Bio-Weihnachtsbäume werden von den Öko-Anbauverbänden Naturland, Bioland, Demeter und Biokreis angeboten. Kunstdünger und Pestizide sind dabei tabu. Hier wird z.B. der Graswuchs zwischen den jungen Bäumen gemäht oder mit Hilfe von Shropshire-Schafen kurz gehalten, die die Bäume nicht verbeißen. Insgesamt rät der BN, keine überzogenen Ansprüche an einen Baum zu stellen und natürlich gewachsene Weihnachtsbäume zu kaufen. Denn Bäume „ohne Ecken und Kanten“, mit einer „perfekten“ Wuchsform und intensiven Grünfärbung erfordern i.d.R. den Einsatz umweltbelastender Stoffe.

Dort bekommen Sie einen Bio-Weihnachtsbaum in Bayern:

Verkaufsstellen Bio-Weihnachtsbäume

Mehr Informationen:

Öko-Anbauverband Naturland

Öko-Anbauverband Bioland

Öko-Anbauverband Demeter

Öko-Anbauverband Biokreis

Lösungsvorschlag 2: Mieten Sie Ihren Weihnachtsbaum anstatt zu kaufen!

Inzwischen gibt es Anbieter, die lebende Christbäume im Topf über die Feiertage vermieten und anschließend wieder in die Erde einpflanzen. Der Baum kann in verschiedenen Größen online bestellt werden, wird im Topf geliefert und im neuen Jahr wieder abgeholt und zurück in die Erde eingepflanzt.

Folgende Anbieter liefern zum Beispiel in den Münchner Raum oder gar deutschlandweit:

www.greentree.at

www.weihnachtsbaumfreun.de

www.paderbaeumchen.de